Rückblicke

Konfi-Krippenspiel

Hier sehen Sie das Krippenspiel der Konfirmandinnen und Konfirmanden, das eigentlich im Zelt hätte stattfinden sollen. In kürzester Zeit wurde es nun an die neuen Verhältnisse angepasst und verfilmt. Für diese tolle Leistung gebührt allen Beteiligten unser herzlicher Dank! Wer die Beteiligten im Einzelnen waren, sehen Sie im Abspann.


Das vierundzwanzigste Türchen 2020

Als kleinen Vorgeschmack auf die „Stille Nacht“ können Sie hier schon einmal das letzte Türchen unseres Adventskalenders anschauen und -hören:


Das dreiundzwanzigste Türchen 2020

Waren Sie in den letzten Tagen einmal in der Kirche? Falls nicht, dann treten Sie ruhig einmal hin. Der Baum ist geschmückt und die holzgeschnitzten Krippenfiguren sind aufgestellt. Man kann sich also tatsächlich voller Vorfreude schon einmal neben die Krippe stellen und sie in Ruhe betrachten…

1) Ich steh‘ an deiner Krippen hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring‘ und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel‘ und Mut, nimm alles hin
und laß dir’s wohl gefallen.


Das zweiundzwanzigste Türchen 2020

Seit 2018 gibt es den Chor SoundWERK in Wallau. Gospel und geistliche Popmusik bilden die Grundlage für das Repertoire des Ensembles. Aber auch Ansflüge in andere Genres kommen vor. Titel aus den Charts, Traditionelles und Choräle. Die Proben von SoundWERK finden in den Räumen der Evangelischen Kirche Wallau statt.

In der Adventszeit 2020 hat SoundWERK auch einige „Lichtblicke“ ins Netz gestellt. Einen davon übernehmen wir heute gerne:


Das einundzwanzigste Türchen 2020

„Nun komm, der Heiden Heiland“ hatten wir schon einmal in unserem Adventskalender, nämlich am 4. Dezember. Damals hatten wir eine gesungene Version des Calmus-Ensembles verlinkt.

Heute erklingt eine Aufnahme unseres Blechbläser-Ensembles. Eigentlich von Johann Sebastian Bach für Orgel arrangiert (BWV 659), kann diese Bearbeitung des Chorals eine tröstliche Gewissheit vermitteln, die auch noch einmal an den gestrigen „Lichtblick“ (siehe unten) erinnert. Der „Heiland“, der Heil Bringende kommt – wenn auch manchmal anders als erwartet.

Über einem langsam und gleichmäßig voranschreitenden Bass gibt es ein Duett von Mittelstimmen und darüber dann immer wieder die führende Oberstimme. Alle improvisieren quasi über Ausschnitte der Choralmelodie. Manchmal fangen sie zum Beispiel damit an und führen sie dann anders weiter. Man könnte sagen: Überall im (Welt-)Getriebe ist der „Heiland“ schon in Ansätzen zu erkennen. Er ist gleichzeitig hineinverwoben und thront doch irgendwie auch souverän über dem Geschehen.


Das zwanzigste Türchen 2020

Zusammen mit dem Posaunisten Carlo Eisenmann musiziert Judith Herrmann am Klavier das Lied „O Come, O Come Emmanuel“, das im Deutschen unter dem folgenden Text bekannt ist (EG 19): „O komm, o komm, du Morgenstern. Lass uns dich schauen, unsern Herrn. Vertreib das Dunkel unsrer Nacht durch deines klaren Lichtes Pracht. Freut euch, freut euch, der Herr ist nah. Freut euch und singt Halleluja.“

Die Musik ist bebildert mit herbstlich/winterlichen Impressionen aus den Wäldern rings um Lorsbach.


Das neunzehnte Türchen 2020

Heute haben wir ein estnisches Lied in unseren Adventskalender aufgenommen. Es heißt „Sa Südames nüüd pane“ und wurde glücklicherweise auch ins Deutsche übertragen. Dort heißt es in der ersten Strophe:

„Zünd an ein Licht im Herzen, das Dunkel wird vergehn. Und Glaube, Hoffnung, Liebe, die bleiben nur bestehn. Die Trauer währt nicht ewig. Der Horizont wird hell. Schon ahnst du Gottes Atem, trinkst an der Hoffnung Quell.“

Und da wir mit Kristel Neitsov-Mauer eine aus Estland stammende Sängerin in Lorsbach haben, singt sie die zweite Strophe im estnischen Original.

In der letzten Strophe, die wir dann wieder auf deutsch hören, klingt noch einmal die Hoffnung an, dass das Weihnachtslicht das Dunkel der Gegenwart zumindest anfängt zu erhellen:

„Kein Glück, noch Traurigkeiten, die dauern ewig an. Manch Schmerz, der wird zum Segen, manch Glück fängt damit an. Es sei dir Licht im Herzen, das Dunkel wird vergehn. Und Frieden wird die Seele im Himmel fröhlich sehn.“


Das achtzehnte Türchen 2020

Gestern wurde in aller Welt der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens gefeiert. Dabei ist sein genaues Geburtsdatum unbekannt. Überliefert ist nur sein Taufdatum, der 17. Dezember 1770. Da sieht man mal wieder: Ohne die Kirchen wären wir aufgeschmissen…

Hat Beethoven etwas Weihnachtliches komponiert? Naja, nicht so richtig.

Es gibt zum Beispiel 12 Variationen für Violoncello und Klavier über ein Thema von Georg Friedrich Händel. Und aus diesem Thema ist dann später das Lied „Tochter Zion“ geworden, das ja bereits im dreizehnten Türchen „Thema“ war. Hier können Sie den Anfang des Stückes hören (etwa bis 0:46):

Darüber hinaus gibt es aber noch eine weitere Komposition von Beethoven, die mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird: die „Hymne an die Nacht“. Der Text dieses Werks stammt aus dem 18. Jahrhundert…

Heil’ge Nacht, o gieße du
Himmelsfrieden in dies Herz!
Bring dem armen Pilger Ruh,
Holde Labung seinem Schmerz!

Hell schon erglüh’n die Sterne,
Grüßen aus blauer Ferne:
Möchte zu euch so gerne
Flieh’n himmelwärts!

Absolut zeitgemäß ist jedoch die gestern veröffentlichte Fassung des „Weihnachtsmännerchors“. 191 Sänger aus dem Kreis Limburg haben das Lied in einer Corona-Version aufgenommen. Eine beeindruckende Produktion:


Das siebzehnte Türchen 2020

Das Lied „Where Are You Christmas“ wurde im Jahr 2000 für den Film „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat“ geschrieben. Hier ein Ausschnitt:

Der Text des Liedes bekommt in diesem Corona-Jahr teilweise eine neue Bedeutung. „Der Song wirkt besonders, wenn man bedenkt, das Weihnachten in diesem Jahr ganz anders wird“, hat ein Kommentator unter das entsprechende Youtube-Video geschrieben.

Deshalb haben wir den Text parallel zur instrumentalen Version unserer Bläser auf englisch und deutsch in das Video eingebettet:


Das sechzehnte Türchen 2020

Das Lied „Ohne Anfang, ohne Ende“ (Text und Melodie von Manfred Siebald) spricht davon, dass Gott an Weihnachten in der Gestalt von Jesus aus seiner überirdischen, eben göttlichen Dimension in unseren Raum und unsere Zeit gekommen ist, also in unser Hier und Jetzt. Laut dem Lied hat er das getan, um uns nah zu sein (Strophe 1) und um unser Denken und Handeln zu verändern (Strophe 3). Dazu passt auch ein Gedicht der Schriftstellerin Edith Schmalenbach: „Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell hinein, dass uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine“…

1) Ohne Anfang, ohne Ende bist du Gott, und doch wirst du ganz klein, kommst hinein in unsre engen Wände, wirst ein Kind, um nah bei uns zu sein.
2) Ohne Anfang, ohne Ende suchten wir in unsrer Nacht nach dir, doch damit dich jeder von uns fände, scheint dein Stern in unser Dunkel hier.
3) Ohne Anfang, ohne Ende hast du dich zu dieser Welt gestellt. Komm in unsre Herzen, unsre Hände; komm in uns und komm durch uns zur Welt.


Das fünfzehnte Türchen 2020

„Shalom aleichem“ ist ein Lied, das traditionell jeden Freitagabend von Juden gesungen wird, wenn sie vom Gebet in der Synagoge nach Hause zurückkehren. Es signalisiert die Ankunft des jüdischen Sabbats und heißt die Engel willkommen, die eine Person am Vorabend des Sabbats nach Hause begleiten.

Eine Übertragung des Textes ins Deutsche lautet:
Friede sei mit euch, Engel des Friedens, Engel des Höchsten, vom König der Könige – der Heilige, gepriesen sei er.
Euer Kommen sei zum Frieden, Engel des Friedens, Engel des Höchsten…
Segnet mich zum Frieden, Engel des Friedens, Engel des Höchsten…

Die bekannte Melodie für das Lied wurde 1918 vom amerikanischen Komponisten und Dirigenten Rabbi Israel Goldfarb komponiert und veröffentlicht. Das Goldfarb-Lied wird fälschlicherweise oft als traditionelle chassidische Melodie angesehen. Goldfarb selbst schrieb 1963: „Die Popularität der Melodie reiste durch die ganze Welt, so dass viele Menschen glaubten, dass das Lied von Moses vom Berg Sinai überliefert wurde.“

Was hat das alles mit Weihnachten zu tun? Sie ahnen es vielleicht: Die Verknüpfung ist die Botschaft der Engel an die Hirten (Lukas 2, 14) „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“


Das vierzehnte Türchen 2020

Außer unserem gibt es natürlich noch jede Menge andere Adventskalender, zum Beispiel den Ökumenischen Adventskalender Hofheim-Kriftel. Er ist „handgemacht – nicht hochglanz, persönlich – nicht produziert“. Beiträge aus verschiedenen Hofheimer und Krifteler Gemeinden sind in ihm enthalten. Vorgestern war Lorsbach dran – und diesen Beitrag wollen wir Ihnen natürlich auch nicht vorenthalten:


Das dreizehnte Türchen

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wer diese „Tochter Zion“ eigentlich ist?

Die Verse von „Tochter Zion“ (Musik: Georg Friedrich Händel) stammen aus dem Jahr 1826 und gehen auf den evangelischen Theologen Friedrich Heinrich Ranke zurück. Dieser hat sich beim Propheten Sacharja (9,9) bedient, wo es heißt: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir…“

Vereinfacht dargestellt war Zion eine Burg aus vorisraelitischer Zeit auf dem Gebiet Jerusalems. Spätestens als König Salomo dort den Tempel bauen ließ, wurde der Ort zum wichtigsten Bezugspunkt des Volkes Israel.

Damit einher ging eine allegorische Personifizierung: „Tochter Zion“ stand als schillernder Begriff für die Stadt Jerusalem in Gestalt einer Frau. Sie wurde im übertragenen Sinn verehrt als königliche Braut des alttestamentarischen Gottes Jahwe.

1) Tochter Zion, freue dich! Jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir. Ja, er kommt, der Friedefürst.
Tochter Zion, freue dich! Jauchze laut, Jerusalem!


Das zwölfte Türchen 2020

Die Frauenkirche Dresden bietet in diesem Jahr auch einen musikalischen Adventskalender an – allerdings ausschließlich mit Eigenproduktionen. Am 2. Advent stand dort das Adventslied »Der Morgenstern ist aufgedrungen« von Michael Praetorius auf dem Programm. Ursprünglich ein niederländisches Volkslied, wurde es 1587 von Daniel Rump mit einem geistlichen Text versehen, der den aufgehenden Morgenstern – ein Bild für den in die Welt kommenden Erlöser Jesus Christus – bejubelt.

1) Der Morgenstern ist aufgedrungen,
er leucht’ daher zu dieser Stunde
hoch über Berg und tiefe Tal,
vor Freud singt uns der lieben Engel Schar.

3) Christus im Himmel wohl bedachte,
wie er uns reich und selig machte
und wieder brächt ins Paradies,
darum er Gottes Himmel gar verließ.

4) O heilger Morgenstern, wir preisen
dich heute hoch mit frohen Weisen;
du leuchtest vielen nah und fern,
so leucht auch uns, Herr Christ, du Morgenstern.


Das elfte Türchen 2020

Der Hauptteil des Textes zum Lied „Hark! The Herald Angels Sing“ stammt von Charles Wesley, dem Gründer der Methodistischen Kirche, mit der wir ja auch in Lorsbach sehr gerne und gut zusammenarbeiten. Die Melodie des Liedes geht auf Felix Mendelssohn Bartholdy zurück. Sie war ursprünglich Teil des Festgesangs zum Gutenbergfest, den Mendelssohn 1840 zur „vierten Säcularfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst“ in Leipzig komponierte.

1) Hark! The Herald Angels sing: „Glory to the new-born King;
Peace on earth, and mercy mild, God and sinners reconciled!“
Joyful, all ye nations, rise. Join the triumph of the skies.
With th‘ Angelic Hosts proclaim: „Christ is born in Bethlehem!“
Hark! the herald angels sing: „Glory to the new-born King.“

1) Hört! Die Engelsboten singen: „Preist den neu gebornen Herrn;
Fried auf Erden wird er bringen, Gnad den Menschen, die ihn ehrn“.
Hebt das Haupt, ihr Völker all, stimmet ein im Jubelschall,
kündet mit den Himmelschörn: „Christ, der Retter, ist geborn“.
Hört die Engel nah und fern: „Preist den neu gebornen Herrn“.


Das zehnte Türchen 2020

„Es kommt ein Schiff, geladen“

Hier wird keiner vertröstet, nach dem Motto „Ein Schiff wird kommen“ (irgendwann). Es kommt ein Schiff – es ist bereits unterwegs. Mach die Augen auf und sieh: am Horizont steigt es herauf.

Ein Schiff bringt Menschen zusammen und verbindet Welten. Schon die ersten Christinnen und Christen haben das Bild auf ihre Gemeinschaft übertragen: Menschen sitzen in einem Boot, sind aufeinander angewiesen und miteinander verbunden. Das Schiff ist ein Bild für die Kirche.

Das Schiff ist auch ein altes Zeichen für eine schwangere Frau. Wie Maria, die Mutter Jesu. Das Schiff hat es in sich. Es bringt ein kleines Kind, ein Kind Gottes, ein Lebenszeichen. Geborgen in dem Schiff, das für Maria selbst steht. Sie trägt das Kind Gottes in ihrem Leib wie ein Schiff seine kostbare Fracht im Schiffsbauch.

Mit dem Schiff – so kann man das Lied deuten – kommt Gott selbst:
Gott kommt, seine Menschlichkeit zu zeigen,
Gott kommt, seine Gnade anzusagen und auszubreiten.
Gott kommt, sein Wort zu halten, des Vaters ewigs Wort.

Eine neue Zeit kündigt sich an – durch alle Zeiten. Das Kind im Schiffsbauch, Jesus, steht dafür. Es wird den Menschen zeigen: Ich bin bei dir alle Tage, gerade dann, wenn dein Lebensschiff zu kentern droht.

Das Weihnachtsschiff kommt,
beharrlich kommt es auf uns zu,
kraftvoll teilt es die Wellen,
das Segel ist schon zu erkennen,
der starke Mast reckt sich zum Himmel.
Noch ist das Schiff nicht gelandet,
noch ist das Schiff nicht im Hafen angekommen.
Aber es kommt – in unsere Welt, in unseren Tag.

Nach einer Kirchensendung des Deutschlandfunks aus dem Jahr 2007

1) Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein‘ höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort


Das neunte Türchen 2020

Dieses Lied kann man eigentlich nicht vor Heiligabend veröffentlichen: „Ich steh an deiner Krippen hier“ von Paul Gerhardt. Aber die Adventszeit lebt ja davon, immer wieder kleine Ausblicke auf das Weihnachtsfest zu ermöglichen. Und so können wir uns heute gedanklich vielleicht doch schon einmal kurz neben die Krippe stellen:

Die Innigkeit der Begegnung ist es, die diesen Choral so faszinierend macht. Das lyrische „Ich“ weiß: alles, was ich bin und habe, kommt letztlich von Gott. Und dem, beziehungsweise seinem Sohn, möchte ich mich nun zurückschenken, weil ich ahne: er ist nicht nur der Ursprung, sondern auch das Ziel meines Lebens.

1) Ich steh an deiner Krippen hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin
und laß dir’s wohlgefallen.


Das achte Türchen 2020

Heute gibt es mal ein bisschen Jazz – und zwar aus dem Gottesdienst zum 1. Advent in der Auferstehungsgemeinde Mainz:


Das siebte Türchen 2020

„Maria durch ein Dornwald ging“ – uralt wirkt dieses Lied und die Geschichte, die es erzählt: Die schwangere Maria geht durch einen verdorrten Wald, in dem auf einmal Rosen blühen. Doch tatsächlich ist das Lied nur auf alt gemacht und erst im 19. Jahrhundert entstanden…

Wer sich für die Geschichte von Weihnachtsliedern interessiert, dem bietet sich bei SWR2 eine wahre Fundgrube: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/podcast-swr2-weihnachtslieder-100.html

Unsere Bläser spielen das Lied in einer Fassung, in der die Melodie erst nach und nach zum Vorschein kommt. Hören Sie mal rein:


Das sechste Türchen 2020

Ein musikalischer Beitrag aus unserem Gottesdienst zum 2. Advent:

Die Melodie ist über 300 Jahre alt, der heute bekannte Text ist „erst“ im 19. Jahrhundert entstanden – und trotzdem ist heutzutage vielen Menschen die Melodie näher als der Text.

O du mein Trost und süßes Hoffen,
laß mich nicht länger meiner Pein.
Mein Herz und Seele steht dir offen.
O Jesu, ziehe bei mir ein.
Du Himmelslust, du Erdenwonne,
du Gott und Mensch, du Morgenglanz.
Ach komm, du teure Gnadensonne,
durchleuchte meine Seele ganz!

Der Wunsch nach Licht für unsere Seele ist allerdings zu allen Zeiten bei vielen Menschen vorhanden gewesen. Und er ist immernoch da – egal, in welche Worte er gekleidet wurde und wird.


Das fünfte Türchen 2020

„Joy to the World“ ist eines der beliebtesten und bekanntesten englischen Weihnachtslieder. Den Text verfasste Isaac Watts im Jahr 1719. Als Komponist wurde oft Georg Friedrich Händel genannt, weil das Lied einigen Stücken aus dessen Oratorium „Messiah“ ähnelt. Tatsächlich war es aber der amerikanische Komponist und Musikpädagoge Lowell Mason, der die Musik von einer älteren Melodie übernahm und den Chorsatz arrangierte.

1) Joy to the world, the Lord is come!
Let earth receive her King;
Let every heart prepare Him room,
And heaven and nature sing,
And heaven and nature sing,
And heaven, and heaven and nature sing.

Die bekannteste Übertragung der ersten Strophe ins Deutsche lautet:

1) Freue dich, Welt, dein König naht.
Mach deine Tore weit.
Er kommt nach seines Vaters Rat,
der Herr der Herrlichkeit,
der Herr der Herrlichkeit,
der Herr, der Herr der Herrlichkeit.


Das vierte Türchen 2020

„Nun komm, der Heiden Heiland“ ist ein Adventslied von Martin Luther, das auf den altkirchlichen Hymnus „Veni redemptor gentium“ des Ambrosius von Mailand (339–397) zurückgeht. Es ist also im Grunde genommen über 1600 Jahre alt.

Johann Sebastian Bach hat es vielvach vertont. Und eine dieser Vertonungen ist vom Leipziger Calmus-Ensemble meisterhaft bearbeitet und a cappella eingesungen worden:

1) Nun komm, der Heiden Heiland,
der Jungfrauen Kind erkannt,
das sich wunder alle Welt,
Gott solch Geburt ihm bestellt.


Das dritte Türchen 2020

„Wie soll ich dich empfangen?“ Das ist eine berechtigte Frage, wenn es – wie im Text von Paul Gerhardt (EG 11) – darum geht, einem wichtigen Gast einen würdigen Empfang zu bereiten. Was sage ich zur Begrüßung? Wie verhalte ich mich angemessen? Das „Ich“ steht hier stellvertretend für jeden einzelnen – aber sicher meint Paul Gerhardt damit auch sich selbst!

Es ist Jesus, dem er den Empfang bereiten will. Und weil er erst mal nicht so richtig weiß, wie er das anfangen soll, bittet er Jesus, ihm zu helfen: „O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei“, also: „Jesus, lass mich erkennen, lass mir ein Licht aufgehen, damit ich weiß, was dich erfreut“.

1) Wie soll ich dich empfangen / und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen, / o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze / mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze, / mir kund und wissend sei.

3) Was hast du unterlassen / zu meinem Trost und Freud,
als Leib und Seele saßen / in ihrem größten Leid?
Als mir das Reich genommen, / da Fried und Freude lacht,
da bist du, mein Heil, kommen / und hast mich froh gemacht.

Der Theologe Fulbert Steffensky schreibt zu dieser Strophe:

»Wir sind noch nicht, wo wir hingehören. »Fried und Freude« lachen noch nicht in unserem Leben, noch nicht genug und noch nicht für alle. Es gibt Zeiten der Fülle, wo wir ihr Lachen spüren. Es gibt aber auch bitterste Zeiten, in denen es nichts zu lachen gibt.

Friede war kein blasses Wort im Munde Paul Gerhardts, er hat den Dreißigjährigen Krieg erlebt. Freude ersehnt, wer im Unglück steckt und wer es noch nicht aufgegeben hat, auf das Glück zu warten.«

Die Adventszeit kann die Sehnsucht wecken nach dem, was uns tief im Inneren glücklich macht.


Das zweite Türchen 2020

„Deck the Halls“ ist ein traditionelles englisches Weihnachtslied, in dem es um die Fest-Vorbereitungen geht: das Schmücken, die Deko…

Das WDR Funkhausorchester hat gerade eine schöne instrumentale Version des Liedes aufgenommen…

…und Martin Buchholz hat zusammen mit Dania König auf seinem Album „Wundernacht“ einen eigenen deutschen Text zu diesem Klassiker gemacht:


Das erste Türchen 2020

Seit mehr als hundert Jahren (genauer gesagt seit 1919) eröffnet die Kapelle von King’s College (Cambridge) ihren Gottesdienst am Heiligabend mit „Once in Royal David’s City“ als Eingangslied. Die erste Strophe wird von einem Mitglied des Choir of King’s Chapel als Solo gesungen. Die zweite Strophe wird vom Chor gesungen und ab der dritten Strophe singt auch die Gemeinde mit. Abgesehen von der ersten Strophe wird das Lied von der Orgel begleitet. Millionen von Zuhörern verfolgen im Rundfunk die Live-Übertragung dieser Weihnachts-Andacht mit.

In der deutschen Übertragung der dritten Strophe (von Christine Riedl) heißt es:

Er sei Vorbild unsrem Leben,
wie wir war er schwach und klein,
kannt’ das Sehnen, Wachsen, Streben,
konnte froh und traurig sein.
Teilt mit uns all Freud und Leid,
Lieb und Sorgen, Traurigkeit.


Musikalischer Gruß zum 1. Advent

Singen ist ja im Gottesdienst leider immer noch nicht möglich. Aber zuhause – allein oder im Familienkreis – da darf gesungen werden. Und dazu möchten wir gerne einen Anstoß geben.

Während der Adventszeit werden wir in lockerer Folge immer wieder Advents- und Weihnachtslieder auf unserem Youtube-Kanal veröffentlichen. Eingespielt wurden diese in der Lorsbacher Kirche von Christine Dobmeier und Heiko Herrmann (Trompete), Jochen Werz (Euphonium) und Frank Schwarzmayr (Tuba).

Ausgewählte Strophen finden Sie dann jeweils hier unter dem Video.
Zum Beispiel heute von „Macht hoch die Tür“ (EG 1):

(1) Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
es kommt der Herr der Herrlichkeit.
Ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

(3) O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
so diesen König bei sich hat.
Wohl allen Herzen insgemein,
da dieser König ziehet ein.
Er ist die rechte Freudensonn,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Gelobet sei mein Gott,
mein Tröster früh und spat.

Viel Freude beim Zuhören und Mitsingen!


Pfingstsonntag auf dem Zimmerplatz

Foto: Torsten Heinrich

Endlich wieder mal ein Gottesdienst! Bei tollem Wetter konnten wir auf dem Zimmerplatz zusammen Pfingsten feiern. Familien saßen beieinander, ansonsten galt natürlich: Abstand halten!

Singen ging leider nur innerlich, aber immerhin mit Unterstützung durch die vier Blechbläser Heiko Herrmann, Anton Lauer, Jochen Werz und Frank Schwarzmayr – vielen Dank dafür!

Video: Rebekka Herrmann

Ostersonntag

„Christ ist erstanden“ klang am Ostersonntag durch das Lorsbachtal:

Unterstützt von der Lorsbacher Feuerwehr sind die drei mutigen Trompeter Rebekka Herrmann, Heiko Herrmann und Anton Lauer aufs Kirchendach gestiegen, um Lorsbach von dort aus zu beschallen. Sehen Sie in der nachfolgenden Galerie:

1) Die Truppe der Ermöglicher
2) Ab ins Geschirr…
3) …und hoch die Treppe
4) Die Trompete kommt hinterher
5) Abstieg nach getaner Arbeit
6) Das Lorsbacher Trompeten-Trio

Alle Fotos: Sabine Kristan